Sekretariat

Informationen für alle, die Fragen haben

Hier finden Schulleitungen, Eltern und andere Interessierte die Erklärung dazu, was RUmeK und KoRUk sind und welchen Gewinn sie bringen.

 

Worum geht es im Religionsunterricht? 

• Die Kinder denken miteinander über die großen Fragen des Lebens nach – und deshalb auch über die große Frage nach Gott; sie entdecken in biblischen Geschichten, woran sich Menschen orientieren und wie sie an Gott glauben. Sie bemerken dabei: Es gibt mehr als das, was man messen, wiegen und zählen kann. 

• Sie hören Geschichten davon, wie Jesus mit den Menschen gelebt hat und was er darüber erzählt hat, wie gutes Leben aussieht.

• Sie erfahren davon, wie es ist, so wie Jesus zu handeln: Sie lernen die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen; christliche Feste und das Leben in den Gemeinden spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle. 

• Die Kinder überlegen gemeinsam, was für sie selbst ein gutes Leben bedeutet und wie sie so leben können, dass dieses gute Leben für alle Menschen möglich ist; und natürlich lernen die Kinder auch andere Religionsgemeinschaften kennen und erkunden, wie andere Menschen ihre großen Fragen beantworten. 

 

Orientierung in bewegten Zeiten

• Unsere Gesellschaft ist von starken Veränderungen geprägt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Kinder schon in der Schule üben, die Vielfalt der Möglichkeiten wahrzunehmen und darin Orientierung zu finden. 

• Religiöse Bildung spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, tragfähige Werte zu entwickeln und die Welt zu verstehen. Der Religionsunterricht gibt den Kindern den Raum, sich mit den großen und wichtigen Fragen auseinander zu setzen und von dem zu hören, was Menschen in ihrem Leben Halt gibt. Die evangelisch-lutherische und die römisch-katholische Kirche begleiten die Kinder dabei: Schritt für Schritt und Hand in Hand.

• Seit dem Schuljahr 2025/26 ist „RUmeK“ (Religionsunterricht mit erweiterter Kooperation) als alternative  Organisationsform des Konfessionellen Religionsunterrichts an Grund- und Mittelschulen eingeführt. RUmeK kann es geben, wenn die Zahl der Kinder einer Konfession für eine  Reli-Gruppe zu klein ist oder es durch die Situation vor Ort nicht möglich ist, einen geeigneten Stundenplan für die Kinder zu gestalten.

 

RUmeK: Konfession der Lehrkraft entspricht der Mehrheit der Kinder

• In RUmeK unterrichtet immer eine Lehrkraft die Gruppe in Religion, die zur selben Konfession gehört wie die Mehrzahl der Kinder. 

• Es gilt der Lehrplan der Mehrzahl, also der Fachlehrplan für Evangelische oder für Katholische Religionslehre.

• Es gilt das Prinzip, dass „konfessionssensibel“ unterrichtet wird, d.h. es wird das betont, was Christen und Christinnen gemeinsam haben – auch im Lehrplan – und was die einzelnen Konfessionen als Besonderheiten haben: Eine spannende Entdeckungsreise!  

• In den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht können sogenannte ‚Experten‘ eingeladen werden: Sie kommen aus der Konfession der wenigeren Kinder und machen in RUmeK die Partner-Konfession erlebbar.

 

KoRUk (Modellversuch in Klasse 1 / 2)

• KoRUk ist die Abkürzung für „Konfessioneller Religionsunterricht kooperativ“ und bezeichnet ein neues Organisationsmodell für die Jahrgangsstufen 1 und 2: Die unterrichtende Lehrkraft ist getauft und von einer der beiden Kirchen für den Religionsunterricht beauftragt. Sie unterrichtet eine Reli-Gruppe/Klasse unabhängig davon, welche Konfession in der Mehrheit und welche in der Minderheit ist.

• Es gilt für den Religionsunterricht der Lehrplan der Konfession, zu der die Lehrerkraft gehört.  

• Auch hier gilt das Prinzip der Konfessionssensibilität. 

In diesem Filmbeitrag des Bayerischen Rundfunks bekommen Sie einen kleinen Einblick in den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht einer 2. Klasse: https://br.de/s/7LQjLgD

 

Verlässlicher Religionsunterricht im Dialog

Konfessionell-Kooperativer Religionsunterricht bietet den Kindern viele Vorteile: 

• Der Stundenplan kann kinderfreundlich gestaltet werden und die Klassen müssen sich für den Religionsunterricht nicht unbedingt trennen; klassenübergreifende Gruppen können auf ein vernünftiges Maß beschränkt bleiben.

• Der Religionsunterricht kann auch bei Personalmangel verlässlich gehalten werden: Religiöse Bildung fällt nicht aus! 

• Die Kinder erleben von Anfang an: Christen und Christinnen gehen „Hand in Hand“ durch diese Welt und haben etwas Wichtiges zu sagen: Es ist gut, dass Du da bist! Wir wollen fair und ehrlich sein! Keiner bleibt auf der Strecke! Gemeinsam machen wir die Welt zu einem besseren Ort!

 

Was bedeutet das für Ihr Kind?

• Wenn ihr Kind getauft ist, besucht es den Religionsunterricht seiner Konfession: ein katholisches Kind geht in den katholischen Religionsunterricht, ein evangelisches Kind geht in den evangelischen Religionsunterricht; wenn an Ihrer Schule RUmeK oder KoRUk eingeführt ist, geht ihr Kind in den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht. 

• Kinder, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, können „auf Antrag“ am Religionsunterricht teilnehmen: Die Religionslehrkräfte freuen sich darüber! Sie stellen den Antrag über die Schule – und Ihr Kind kann sich zusammen mit seinen Klassenkameraden auf ein wirklich spannendes Fach freuen!  

 

Hier finden Sie diese Inhalte in einer übersichtlichen Präsentation, die Sie an Ihre Bedürfnisse anpassen können:

Ein Filmbeitrag des BR zu KoRUk in Oberfranken: Film des BR zu RUmeK/KoRUk

Im Klassenzimmer Kilian und Martin
Bildrechte Kilometer 10 mit KI erstellt
Kilian und Martin im RUmeK-Klassenzimmer

Erklärfilm folgt in Kürze! Kilian, Martin, Evi und Kathi sind noch bei der Arbeit.